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Style & Talk mit einem Outfit von Miamoda


♥ in freundlicher Zusammenarbeit mit Miamoda

Es gibt Sachen, die einem vor der Geburt eines Kindes keiner erzählt, genauso wie die Sachen die keine Mutter über Kinder mir je erzählt hat. Natürlich macht jeder seine eigene Erfahrungen, aber ich hätte schon gerne von diesem Laster erfahren, um mich mental darauf vorzubereiten, anstatt es einfach über mich kommen zu lassen. Dieses Gefühl von schwerem Mutterherz überkam mich plötzlich und begleitet mich nun ständig, wenn ich das Gefühl habe, mein Kind im Stich gelassen zu haben.

Anfang des Jahres als klar, dass meine Tochter Aneesah mit zwei Jahren die Kita besuchen wird, deswegen war für mich auch klar, endlich wieder ein paar Blogger-Events besuchen zu können und Einladungen anzunehmen. Sie ist in Betreuung und ihr Papa ist ja auch noch da. Gesagt, getan. Es kamen Einladungen, die ich zusagte und dann auch organisierte. Bei meinem ersten Trip nach Stuttgart war alles genauso wie erwartet. Ich ging und kam wieder, meine Tochter fragte und suchte nicht nach mir. Sie ignorierte mich sogar, als ich kam. Das kenne ich schon, sie war noch nie besonders anhänglich. Beim zweiten Trip nach Berlin kam es dann doch alles anders…


…als mann denkt.

Ich fuhr abends nach Berlin und verabschiedete mich am Bahnhof von meinem Mann und ihr, und sie brüllte und schrie, als ich fort ging. Das war mir neu und plötzlich überkam mich dieses schattige Gefühl. Mein Herz wurde schwer und mit jedem Gang weiter, schwerer. Ich schüttelte alles ab und fuhr nach Berlin. Bis zum nächsten Tag war alles Okay, bis die erste Person sich freundlicherweise nach meiner Tochter erkundigte, da kam das schattige Gefühl, drückte sich in mein Herz und brachte mich zum weinen. Dieses unglaublich schlechte Gewissen meine Tochter und Mann im Stich gelassen zu haben, dass sie mich doch braucht und ich sie einfach verlassen habe.

Mein ständiger Reisebegleiter

Von Verdrängung bis zum Moment, wenn ich wieder daran erinnert werde. Das ist der fliegende Wechsel des Gefühls, den ich auf Reisen immer wieder mitgenommen habe seit diesem Tag. Doch brauch ich das wirklich? Sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich für meinen Job unterwegs bin? 

Events, und Einladungen rund um den Blog besuche ich ja aus beruflichen Gründen. Muss allerdings gestehen, dass die Auszeiten mehr als Gut tun und mich aus meinem Alltag rausholen. Mich wieder mich werden lassen, ohne dabei an Wäsche oder Kochen zu denken. Das schlechte Gewissen rührt daher, dass ich Spaß daran habe für kurze Zeit nicht zu Hause zu sein, und meine Pflichten zu erfüllen. Wenn ich das mit alldem relativiere, was ich in sonst alles für jeden und für andere tue und nicht für mich dann ist dass nur 0,03% des Jahres an Spaß für mich. Da brauche ich doch kein schlechtes Gewissen zu haben und das weiß ich auch, aber Mutterherz ist Mutterherz und es ist nun mal schwer. Umso wichtiger ist es dann die Zeit die wir zusammen  zu haben intensiv zu genießen. Das Smartphone beiseite legen und die Welt entdecken, auch wenn es nur die Laubblätter bei einem kalten Herbstspaziergang sind.

*Mein Look*

Für diesen gemütlichen Sonntag trage ich ein schlichtes und bequemes Outfit, im immer noch sehr angesagten Layering Look. Mein absolutes Lieblingsteil ist der elegante schwarze Hoodie. Der Hoodie hat einen verkürzten Arm und breite Seidenbänder an der Kapuze. Am Saum hat der Pullover eine schwarze Spitzenbordüre. Darunter trage ich eine gestreifte Longbluse. Was wir hier nicht sehen können. An der Brust hat die Bluse rechts Längsstreifen und links Querstreifen. Ein Hingucker im Alltagslook. Dazu trage ich eine sehr bequeme Lederlegging. Eigentlich habe ich ja Leggings abgeschworen, aber alle besonderen Leggings aus anderen Stoffsorten oder mit speziellen Finessen sind bei mir willkommen.


Hoodie – Miamoda
Longbluse – Miamoda
Leggings – Miamoda

2 Comments

  • claudia

    18. November 2018 at 18:20

    Liebe Mia!
    Diese Gefühle kenne ich nur zu gut… Ich seh heute noch meinen Sohn vor mir, wie herzzerreissend er geweint hat, wenn ich mich in der Früh von ihm im Kindergarten verabschiedet habe. Wenn ich nicht ganz genau gewusst hätte, dass er, sobald ich ausser Sichtweite war, sofort damit aufgehört und zu seinen Freunden zum Spielen gelaufen ist, ich hätte ihn nicht dort lassen können.
    Er war gerne im Kindergarten, aber die Trennung war anfangs (natürlich haben diese „schlimmen“ Verabschiedungen nur ein paar Tage gedauert) ganz schlimm für ihn. Und für mich natürlich auch! Es hat immer wieder Anlässe gegeben, bei denen ich mir vorgekommen bin wie eine Rabenmutter. Was natürlich nie der Fall war! Aber irgendwie hat man das Gefühl, man müsste ständig bei seinen Kleinen sein! Und ich geb zu, wenn ich allein unterwegs war, hab ich auch immer Sehnsucht nach ihnen gehabt, sobald irgendwo ein kleines Kind in Sichtweite gekommen ist! Auch jetzt – Mariana ist mittlerweile 22 und Nicolas wird nächsten Monat 21 – würde ich sie noch immer gerne rund um die Uhr bemuttern. Tu ich aber klarerweise nicht, irgendwann muss man auch damit anfangen, los zu lassen. Eine furchtbar schwierige Sache!
    Jedenfalls, lass Dir sagen dass Du keinesfalls ein schlechtes Gewissen zu haben brauchst, wenn Du Deine Tochter ab und zu alleine bei Deinem Mann zu Hause lässt! Indem Du das tust, was Dir Freude macht, bereicherst Du Dein Leben positiv, was wiederum dazu beiträgt, dass Du fröhlich, zufrieden und ausgeglichen bleibst. Und davon profitiert auch Deine Tochter! Und Dein Mann natürlich auch!
    Ich kann Dir nur raten, achte auf Dich! Tu das, was Dir Freude bringt, so oft es nur geht! Geniesse die Zeiten, in denen Du allein bist und geniesse die Zeiten mit Deiner Familie! Beides hat seine Berechtigung!
    In diesem Sinne… Alles Liebe!
    Claudia

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    • Mia InFatStyle

      19. November 2018 at 12:25

      Hallo Claudia,
      Das bedeutet für mich dass es immer so bleiben wird, und deine Kinder eine großartige Mutter haben die immer in Gedanken bei ihnen ist. Danke für deine aufbauenden Worte. Dir auch alles Liebe <3

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