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Kinderwunsch, PCO-Syndrom, Übergewicht und warum ich meinen Blog aufgab

Disclaimer: Ich bin kein Arzt oder medizinisch geschult. Es handelt sich hier um meine eigenen Erfahrungen mit der Krankheit und individuelle Therapie in Zusammenarbeit mit meiner Ärztin.

Es ist schon eine Weile her, aber viele Wunden brauchen Zeit zum Heilen. Meine Geschichte begann vor über drei Jahren. Bei einem TV Sender lief die erste Folge der Sendung ‚My Big Fat Fabulous Life‘ in der die Protagonistin Withney über ihre Krankheit dem PCO-Syndrom sprach. Von der Krankheit habe ich zwar einmal gehört, aber nie wirklich mich damit auseinander gesetzt. Sie erzählte in dem Bericht von ihren Symptomen und ich habe in meinem Kopf imaginäre Häkchen an den aufgezählten Symptomen gesetzt. Beeinflusst durch ihre Geschichte und dem langen Versuch schwanger zu werden, wagte ich den Weg zu meiner Gynäkologin, der ich von meinen Gedanken erzählte. Meine Ärztin ist wirklich eine sehr liebe Frau, die mich erst mal beruhigte aber auch ernst nahm und eine Blutuntersuchung vorschlug. Bei der Untersuchung werden die Hormonwerte unter die Lupe genommen. Als einige Tage nach der Blutentnahme die Ergebnisse folgten, war klar dass meine Symptome keine Einbildung waren und PCO mich ungewollten Kinderlosigkeit führte. Das Polyzystisches Ovarial-Syndrom war meine Diagnose.

Warum erzähle ich euch das? Nun ja es ist nun mal leider so, dass 3 von 4 PCO-Erkrankten übergewichtig sind und ich euch meine Erfahrung mitgeben möchte. Das viele dieser Frauen Übergewichtig sind liegt daran, dass der Stoffwechsel genetisch darauf programmiert ist Energiespeicher zu bewahren.  Jahre nach der Geburt meiner Tochter merke ich immer noch wie meine Hormone auf und ab gehen. Mein Zyklus ist eher unregelmäßig und mit dem Östrogenabfall nach den fruchtbaren Tagen beginnt für mich ständig eine Tortur. 

Mein erstes Symptom

Eines meiner auffälligsten Symptome. Wir alle haben schon Diäten ausprobiert und ich genauso. Alle Diäten und auch Ernährungsprogramme. Ein sehr bekanntes Programm, dass sehr Erfolgsversprechend ist, hat bei mir nicht angeschlagen. Meine Kalorienzuführ lag bei 1000 Kalorien und trotzdem habe ich nie auch nur einen Gramm abgenommen. Für mich schon ein erstes Anzeichen, irgendwas stimmt mit meinem Stoffwechsel nicht. Leider wendete ich mich damals an die falschen Ärzte die dieses Krankheitsbild nicht erkennen konnten. 

weitere Symptome
  • sehr starke Akne
  • Hirsutismus: männliches Behaarungsmuster, durch vermehrte männliche Hormone° -> „Die Überproduktion männlicher Hormone verhindert das Heranreifen dieser Eibläschen. Der Eisprung ist gestört oder findet gar nicht statt.“
  • Zyklusstörung: seltene oder ausbleibende Regelblutung
  • Depression / psychische Probleme
  • Übergewicht
  • Haarausfall
  • chronisches Ausbleiben des Eisprungs°

Es treten oftmals nicht alle Symptome gleichzeitig auf, sondern wie bei mir, nur ein Teil davon.

Therapie des PCO-Syndroms

Wir begannen kurz darauf mit einer Therapie die für diese Krankheit offiziell nicht zugelassen ist um meine Hormone wieder in Schwung zu bekommen. Die OFF-LABEL Therapie besteht bei mir aus einem Antidiabetika mit dem Namen Metformin und Cortison um meinen Hormonhaushalt zu regulieren.

Nebenwirkungen von Metformin

Die Therapie hatte viele Begleiterscheinungen, die ich so nicht erwartet hatte. Mein Körper und auch die Psyche spielten ein wenig verrückt. Ganz ehrlich, ich wurde zu der schlecht gelauntesten und weinerlichsten Person überhaupt und das über ein halbes Jahr. Zwar wusste ich, dass die Hormone in meinem Körper für diesen Zustand verantwortlich waren, aber die Menschen in meiner Umgebung litten stark an der Wesensveränderung. Körperlich hatte ich mit starken durchgehenden Bauchschmerzen, Übelkeit und Magen-Darm zu kämpfen.

Das war dann auch der Zeitpunkt, als ich entschied nicht mehr auf dem Blog oder Instagram aktiv zu sein. Ich fühlte mich nicht wie ich und wollte mich auch so nicht zeigen.

Wenn bei dir ein unerfüllter Kinderwunsch besteht und du dich in einigen Symptomen wiederfindest solltest du die Krankheit direkt bei deiner Gynäkologin ansprechen. Leider wird gerade dieses Syndrom häufig übersehen obwohl sich dadurch viel „verlorene“ Zeit einsparen ließe.

 

 

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